ALLGEMEINE DERMATOLOGIE

-Muttermalkontrolle und –Entfernung:
Die Muttermalkontrolle zählt zu den wichtigsten Maßnahmen der Hautkrebsvorsorge. Dabei wird jedes einzelne Muttermal am Körper untersucht.

Muttermale können bereits bei der Geburt vorhanden sein oder sich erst im Laufe des Lebens entwickeln. Hier spielen die erbliche Veranlagung sowie intensive Sonnenbestrahlung eine große Rolle. Grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Muttermale gutartig sind. Verändert sich ein Muttermal jedoch in Farbe, Größe und Form, kann es sich auch zu einem malignen Melanom entwickelt haben.

Wenn also die Begrenzung des Muttermals nicht mehr scharf, sondern verwaschen wirkt, der Durchmesser mehr als fünf Millimeter beträgt und auch eine farbliche Veränderung stattgefunden hat, sollte auf jeden Fall so schnell wie möglich ein Hautarzt aufgesucht werden. Denn maligne Melanome, besser bekannt unter dem Begriff schwarzer Hautkrebs, können früh streuen, was sie für den Betroffenen gefährlich macht.

In meiner Ordination verwende ich für die Untersuchung von Muttermalen ein computergestütztes, digitales Auflichtmikroskop. Damit können Bilder von Muttermalen gespeichert werden. Diese Methode stellt eine wesentliche Hilfe in der Hautkrebsvorsorge zur Früherkennung von Melanomen dar, da Bilder in Folge leicht verglichen werden können. Werden dabei etwaige Veränderungen entdeckt, kann sofort eine entsprechende Therapie eingeleitet werden.

-Hautkrebs Vor- und Nachsorge:
Als Hautkrebs wird allgemein eine bösartige Veränderung der Haut bezeichnet. Deshalb sollten Sie jede auffällige Veränderung Ihrer Haut abklären lassen.

  • Basaliom

Das Basaliom (Basalzellkarzinom) entsteht aus entarteten Zellen der Basalschicht der Epidermis. Basaliome (heller bzw. weißer Hautkrebs) bilden in der Regel keine Metastasen. Da ein Basaliom jedoch von der Haut in benachbartes Gewebe wachsen kann, wird es als semimaligne, also halbbösartig, bezeichnet.

Ein Basaliom tritt meist im Gesicht, auf dem Kopf sowie am Hals auf. Das höchste Risiko für Basaliome haben hellhäutige Menschen. Zudem sind jene Personen gefährdet, die im Freien arbeiten oder sich regelmäßig starker UV-Strahlung aussetzen.

Basaliome rufen im Normalfall keine Schmerzen hervor. Dennoch erfordert ein Basaliom eine Therapie, damit der Tumor nicht weiterwachsen kann. Die Behandlung hängt von Art und Größe des Tumors ab. Ein oberflächliches Basaliom kann mit einer Creme mit unterschiedlichen Wirkstoffen (u.a. Imiquimod oder 5-Fluorouracil) behandelt werden. In vielen Fällen wird der Tumor in einer Operation entfernt.

  • Melanom

Das maligne Melanom (schwarzer Hautkrebs) stellt die bösartigste Form von Hautkrebs dar. Maligne Melanome zeigen sich durch dunkle, braune oder schwarze Flecken, die flach, erhaben oder knotig sein können.

Wenn Melanome in die zweite Hautschicht, die Lederhaut, vordringen, können sie sich über die Blut- und Lymphbahnen im ganzen Körper ausbreiten und Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, bilden. Je tiefer der Tumor in die Haut einwächst, umso wahrscheinlicher ist es, dass er Krebszellen streut.

Ein malignes Melanom muss durch einen operativen Eingriff vollständig entfernt werden. Haben sich bereits Metastasen gebildet, kommen neben der Operation auch verschiedene Therapien, wie etwa eine Strahlen- oder Immuntherapie, zum Einsatz.

  • Plattenepithelkarzinom

Beim Plattenepithelkarzinom handelt es sich um den zweithäufigsten, bösartigen Hauttumor. Es wird dem weißen Hautkrebs zugeordnet. Plattenepithelkarzinome entwickeln sich in erster Linie bei bereits vorhandenen aktinischen Keratosen, die durch eine schwer lichtgeschädigte Haut gekennzeichnet sind.

Das Plattenepithelkarzinom wird primär durch kumulative Sonnenexpositionen (übermäßige und wiederholte Sonneneinwirkung) ausgelöst.

Von einem Plattenepithelkarzinom und dessen Vorstufen sind meist die Kopfhaut sowie Gesicht und Handrücken betroffen.

-Entfernung von Hauttumoren:
Hauttumore werden mit einem kontrollierten Sicherheitsabstand entfernt. Je nach Größe des Hauttumors, sind für den Defektverschluss Dehnungs- und Verschiebungsplastiken sowie Hauttransplantationen erforderlich.

  • Fibrom

Beim Fibrom handelt es sich um eine gutartige Wucherung des Bindegewebes. Die Geschwulst ist harmlos. Vergrößerte Fibrome können jedoch durch Reibeeffekte irritiert werden, was zu schmerzhaften Entzündungen führen kann.

  • Atherom (Talgzyste)

Ein Atherom, umgangssprachlich auch als Grützbeutel bezeichnet, ist eine gutartige Zyste, die sich in Form einer halbkugelförmigen Beule auf der Haut zeigt. Atherome sind häufig auf der Kopfhaut zu finden und können in sehr ausgeprägten Fällen die Größe eines Tennisballs erreichen.

  • Seborrhoische Keratose

Alterswarzen treten vor allem bei älteren Menschen auf. Die seborrhoische Keratose variiert in Form und Farbe. Die senilen Warzen können einzeln oder auch in Gruppen auftreten. Die Behandlung erfolgt in der Regel aus rein kosmetischen Gründen.

Bei Fragen bin ich gerne für Sie da!

-Allgemeine Dermatologie:

Die allgemeine Dermatologie beschäftigt sich mit der Diagnose, Therapie sowie Prävention von Krankheiten der Haut.

  • Akne

Aufgrund einer vermehrten Talgproduktion sowie einer Verhornungsstörung, durch die der Kanal der Talgdrüsenfollikel verstopft wird, können sich Mitesser, sogenannte Komedonen, bilden. Entzünden sich diese, entstehen Papeln und Pusteln (Pickel) auf der Haut. Man spricht von Akne vulgaris, kurz Akne genannt.

Akne kann aber auch durch Vererbung, verschiedene Mikroorganismen, wie Bakterien oder Pilze, sowie eine falsche Ernährung ausgelöst werden.

Ziel der Behandlung ist es, die Talgproduktion einzudämmen, um damit das Hautbild zu verbessern.

  • Warzen

Warzensind gutartige, teilweiseansteckende, leicht erhabene oder flache Wucherungen der Haut. Sie werden durch humane Papilloma-Viren hervorgerufen.

Grundsätzlich unterscheidet man, je nach Aussehen und Lokalisation, verschiedene Warzenarten. Dazu zählen unter anderem Feigwarzen, Stachelwarzen, Dellwarzen, Dornwarzen oder auch Stielwarzen.

Warzen können medikamentös, durch chirurgische Maßnahmen oder mittels Vereisungstherapie behandelt werden.

  • Ekzeme

Ein Ekzem ist eine nicht ansteckende Hauterkrankung, die sich meist durch entzündliche rote Flecken auf der Haut, verbunden mit einem starken Juckreiz, äußert.

Die Ursachen sind vielfältig. So können verschiedene chemische Substanzen, eine falsche Ernährung, intensive Sonnenbäder sowie eine genetische Veranlagung zu Hautekzemen führen. Die Behandlung richtet sich nach dem jeweiligen Auslöser.

  • Hautausschläge

Unter einem Hautausschlag, auchExanthem genannt, versteht man eine Hautirritation, die auf unterschiedliche Ursachen (u.a. Körperpflegeprodukte, die nicht vertragen werden, Allergien, Stress und Infektionskrankheiten) zurückzuführen ist.

Der Ausschlag äußert sich meist in Form von rötlichen Hautveränderungenan unterschiedlichen Stellen des Körpers, die teilweise auch jucken und brennen können.

Pilzinfektionen (u.a. Nagel-, Haut- oder Fußpilz)
Pilzerkrankungen sind oft sehr hartnäckig und werden durch einzellige Pilzeverursacht. Pilzinfektionen können überall auf der Haut auftreten. Jede Pilzinfektion hat die Tendenz der Ausbreitung und sollte auf jeden Fall behandelt werden.

Der Nagelpilz zählt zu den häufigsten Pilzerkrankungen und betrifft sowohl Finger- als auch Fußnägel. Unbehandelt kommt es durch die Infektion zu einer Zerstörung der Nagelplatte, was wiederum das Nagelwachstum stört. Die Symptome zeigen sich in Form von verfärbten, verdickten und brüchigen Nägeln.

Nagelpilz wird u.a. durch Fußpilz verursacht und ist ansteckend. Die Behandlung stellt oftmals eine Herausforderung dar, da die Infektion im Nagel eingebettet ist.

Ein Hautpilz kann durch Faden-, Schimmel- oder Hefepilze verursacht werden. Die Ansteckung erfolgt oftmals durch direkten Körperkontakt. Hautpilze (Mykosen) können mit sogenannten Antimykotika behandelt werden.

  • Herpes

Die meisten Menschen sind mit dem Herpes simplex Virus Typ 1 infiziert, der sich in Form von immer wiederkehrenden Fieberblasen äußert. Die kleinen Bläschen sind mit Flüssigkeit gefüllt und treten meist im Bereich des Mundes auf.

Nesselsucht (Urtikaria)
Nesselsucht, auch als Urtikaria bezeichnet, kann unterschiedliche Ursachen haben. Die Symptome zeigen sich in Form von Quaddeln und einer roten, juckenden Haut. Zudem können auch bisweilen schmerzhafte Schwellungen, sogenannte Angioödeme, auftreten. Die Therapie erfolgt nach einem genau vorgegebenen Stufenschema.

 

-Behandlung von chronischen Hauterkrankungen:
Chronische Hauterkrankungen, also krankhafte Entzündungen auf der Haut, werden nicht durch Viren, Bakterien oder Pilze, sondern vielmehr durch z.B. regelmäßigen psychischen Druck (Stress), falsche Ernährung, diverse chemische Substanzen, die oft in Hautpflegeprodukten vorhanden sind sowie eine genetische Veranlagung verursacht. Eine frühzeitige und effektive Behandlung kann helfen, auftretende Beschwerden, wie u.a. Juckreiz oder Rötungen, zu lindern.

  • Psoriasis (Schuppenflechte)

Bei Psoriasis, auch Schuppenflechte genannt, kommt es zu einem übermäßigen Wachstum an Hautzellen, ausgelöst durch eine Fehlfunktion des Immunsystems. Diese Hautzellen lagern sich in Form von trockenen Schuppen an der Hautoberfläche ab.

Psoriasis tritt meist schubweise auf. Die entzündeten und schuppenden Hautbereiche treten hauptsächlich auf den Außenseiten der Ellbogen- und Kniegelenke sowie im Bereich des Kopfes auf. Die Ausprägung der Krankheit geht von leicht, über mittelschwer bis schwer.

Schuppenflechte ist nicht ansteckend. Trotzdem leiden viele Betroffene nicht nur unter den körperlichen Symptomen. Viele werden aufgrund der auffallenden Hautveränderungen von anderen gemieden, weil diese den Anblick als abstoßend empfinden. Die Erkrankten fühlen sich dadurch in ihrer Lebensqualität eingeschränkt.

Obwohl Psoriasisnicht heilbar ist, können die typischen Beschwerden mit unterschiedlichen Behandlungsmethoden zumindest deutlich gelindert werden.

Seit einigen Jahren haben sich sogenannte Biologika bei der Therapie der Psoriasis durchgesetzt. Bei Biologika handelt es sich umbiotechnologisch hergestellte Medikamente, die gezielt in den Entzündungsprozess eingreifen.

  • Neurodermitis

Neurodermitis, auch atopische Dermatitis oder atopisches Ekzem genannt, ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung. Die Haut ist dabei sehr trocken, gerötet, schuppt und bildet Krusten. Die betroffenen Menschen leiden dadurch unter unangenehmen Hautspannungen, die noch dazu mit einem starken Juckreiz einhergehen.

Bei vielen Neurodermitikern bricht die Krankheit bereits im Säuglingsalter aus. Zu dieser Zeit sind vor allem die Wangen oder die Kopfhaut betroffen. In späteren Jahren zeigen sich die Symptome von Neurodermitis großteils im Gesicht, auf den Händen, am Hals, in den Kniekehlen und Armbeugen.

Als Auslöser für Neurodermitis werden meist eine erbliche Veranlagung, bestehende Allergien, übertriebene Hautpflege sowie psychischer Stress oder bestimmte Nahrungsmittel gesehen. Die eigentliche Ursache liegt jedoch bei einem Defekt in der äußersten Hautschicht.

Im Zuge der Behandlung können der Juckreiz und Entzündungen gelindert sowie die Hautbarriere gestärkt werden.

  • Rosazea

Bei Rosazea handelt es sich um eine Hauterkrankung, die vorrangig im Bereich des mittleren Gesichtsabschnittes, rund um das 40. Lebensjahr auftritt. Rosazeaäußert sich durch fleckförmige Rötungen im Gesicht, Schwellungen der Gesichtshaut sowie entzündliche Pusteln.

Ich berate Sie in meiner Ordination ausführlich über mögliche Therapiemaßnahmen!

 

-Abklärung von Allergien:
Bei einer Allergie kommt es zu entzündlichen Abwehrreaktionen des Körpers gegen sogenannte Allergene. Dazu zählen u.a. Pollen, Tierhaare, Hausstaubmilben, diverse Nahrungsmittel (v.a. Nüsse) und verschiedene Kosmetikprodukte. Die allergischen Symptome, wie z.B. Schnupfen oder Augenjucken, treten meist innerhalb weniger Minuten nach Kontakt mit dem Allergieauslöser auf.

Allergien entwickeln sich oft über Jahre und werden von den Betroffenen nicht sofort als solche erkannt. Wenn jedoch der Verdacht auf eine Allergie besteht, sollte zeitnah ein Allergietest durchgeführt werden. Durch diesen kann im Normalfall der Allergieauslöser ausfindig gemacht werden.

Die Therapie erfolgt individuell. Lassen Sie sich von mir beraten!